Schneewandern im Allgäu

Eine Woche Schneewandern im Allgäu! Traumhaftes Wetter – allerdings bei arktischer Kälte zwischen minus 15 und minus  25 Grad am Tag. Unsere Unterkunft ist seit Jahren die Pension Hörnerblick. Seit dem letzten Jahr hat der jüngste Sohn Michael mit seiner Frau Dagmar das Gästehaus übernommen und die beiden machen das richtig gut – unterstützt von den Eltern Fränzi und Meinrad. Wir fühlen uns wohl bei den beiden.Jeden Tag unternehmen wir eine mehrstündige Wanderung. Unser Ziel ist meist eine gemütliche Hütte – wobei sich der alte Spruch bewahrheitet: Wandern oder Skifahren macht dick…. Am Donnerstag hat Michael eine Überrraschung für uns: eine Kutschfahrt mit einem Haflingergespann. Gut eingepackt macht das richtig Spass! Und sollte es jemand kalt geworden sein, der Schnaps am Ende der Fahrt hilft auch.

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Das war’s ! 17./18. September

Auf die sächsische folgt die fränkische Schweiz. In Goldkronau übernachten wir bei heftigem Gewitter. In Breitenlesau essen wir eine Bratwurst. Während unserer Anfangszeit in Erlangen war das eine kleine Brauerei mit Biergarten, ausser Bratwurst gab’s nix. Heute ein Riesenbetrieb, nur mit Mühe bekommen wir einen Platz.

In Niederndorf haben wir ein gemütliches Familientreffen mit Nils und Melli. Dann geht es über den Odenwald nach Hause.

Stellplatz Goldkronau: N 50°00’45” E 11°40’57”

Brauerei Krug, Breitenlesau

Elbsandsteingebirge 16. September

Wir übernachten in Hinterhermsdorf in der sächsischen Schweiz. Schöner Ausgangspunkt für Wanderungen in diesem Gebiet. Uns ist der Platz allerdings zu durchorganisiert – zu deutsch 😏

Das Elbsandsteingebirge war schon immer ein Traumziel von mir. Trotz vieler Baustellen und kilometerlangen Umleitungen schaffen wir das am nächsten Tag. Es ist knackevoll, ich möchte nicht wissen wie das hier im Hochsommer aussieht. Es ist aber auch schön – die Felsformationen, die Basteibrücke, die tolle Aussicht auf die Elbe.

      

      

Die Felsenburg Neurathen befindet sich nahe der Bastei bei Rathen in der Sächsischen Schweiz in Sachsen (Deutschland). Von dieser größten Felsenburg der Sächsischen Schweiz sind heute nur mehr die ausgehauenen Räume, Durchgänge, die Zisterne und die Balkenauflager der einstigen hölzernen Aufbauten erhalten. Man kann sich kaum vorstellen, dass auf den Felszinnen mal eine bewohnbare Burg gestanden hat. Ein kleines Modell macht es anschaulich.

      

Entlang der tschechischen Grenzen fahren wir durchs Erzgebirge. Es könnte so schön sein, wenn, ja wenn die vielen Umleitungen nicht wären. Irgenwann geben wir genervt auf und fahren Richtung Franken.

Campingplatz Hinterhermsdorf: N 50°55’22” E 14°20’58”

Stellplatz Seiffen: N 50°39’16” E 13°26’42”

Görlitz 15. September

Deutschland hat uns wieder! Endlich können wir auch die Speisekarten wieder lesen! Das hat allerdings den Nachteil, dass man dafür die unfreundlichen ostdeutschen Bedienungen mit in Kauf nehmen muss!. Ich war wirklich versucht diese junge Dame zu fragen, ob ihr eigentlich Spass macht, was sie tut… Nichtdestotrotz – Görlitz  ist eine schöne Stadt! Sie ist die östlichste Stadt Deutschlands. Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec. Görlitz ist die einzige Stadt Deutschlands, die exakt auf dem 15. Längengrad östlich von Greenwich liegt.  Deshalb ticken die Uhren hier am genauesten! Nach einem etwas seltsamen Mittagessen (s.o.) und einem kleinen Stadtbummel fahren wir durch die sächsische Schweiz.

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Stellplatz Görlitz: N 51°09’27” E 14°59’12”

Breslau/Wroclaw 14. September

Breslau liegt in Niederschlesien an der Oder. Sechs Jahrhunderte lang herrschten hier Böhmen, Österreicher und Preussen. Deshalb besitzt die Stadt eine einzigartig gemischte Architektur und Kultur. Der Wiederaufbau der zerstörten Stadt nach dem Krieg war schwierig und dauerte bis in die 80er Jahre. Die wichtigsten historischen Gebäude wurden originalgetreu rekonstruiert. Das Herzstück ist natürlich der Marktplatz – umsäumt von schönen Bürgerhäusern – mit dem Rathaus.  Am mittleren Turm ist der Eingang zum Ratskeller (Schweidnitzer Keller), in dem seit 1303 Bier ausgeschenkt wird. Gleich daneben residiert ebenfalls in einem Keller unter dem Rathaus die Privatbrauerei Spiz. der riesengrosse Biergarten davor  ist immer gut besucht – auch heute. Zu jedem Bier, das man bestellt, bekommt man eine “Schmalzbemme”. Zum Abendessen finden wir eine urige kleine Kneipe in einer Seitenstrasse.

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Campingplatz Breslau: N 51^07’02” E 17°05’27”

An der Weichsel 13. September

Quer durch Polen fahren wir an der Weichsel entlang. Ein kleiner Yachthafen bietet sich zum Übernachten an. Das nahe Städtchen mit seinem Schlösschen und seiner Kirche ist auch ganz hübsch.

Offensichtlich sind wir hier abseits jeder Touristenroute, man sieht keine Wohnmobile mehr.

Stellplatz Nowi Duminow Jachthafen: N 52°35.034′ E 19°28.689′

Masuren 12. September

Am Morgen werden wir von Donnergrollen geweckt. Schnell raus aus der Wiese bevor es zu giessen anfängt und wir hier stecken bleiben. Aber wo zum Teufel ist der Schlüssel für den Stromkasten, in dem unser Stecker steckt? Nach einer etwas hektischen Suche finden wir ihn auf der Wiese, er muss aus der Hosentasche gerutscht sein. Eventuelle Ideen bezüglich einer Kanufahrt haben sich durch das Wetter erledigt.

Wir fahren immer weiter nach Osten auf der Masurischen Seenplatte, die Landschaft der tausend Seen. Diese sind durch Flüsse und Kanäle verbunden und bilden ein weit verzweigtes System von Wasserstrassen.

Nikolaiken/Mikolajki ist ein Badeort und ein touristisches Zentrum mittendrin. Im Juli und August herrscht hier sicher hektischer Trubel, jetzt geht es hier ziemlich entspannt zu und in ein paar Wochen ist es hier sicher wie ausgestorben.

Hinterm Horizont geht’s sicher weiter aber wir haben hier den östlichen Punkt unserer reise erreicht. Jetzt geht es wieder nach Westen. Immer wieder faszinieren mich die tollen Alleen.

Stellplatz Szeroki Bor: N 53°36.934′ E 21°38.467′

Stellplatz Nikolaiken: N 53°48.165 E 21°34.398′

Allenstein/Olsztyn 11. September

Im Schloss von Allenstein lebte als Verwalter von 1516 – 1521 der grosse polnische Astronom Nikolaus Kopernikus. Hier im Turm machte er seine Himmelbeobachtungen. Bis heute ist an der Wand des Innenhofs ein Diagram zu sehen mit dem er eine Tag- und Nachtgleiche notierte um die exakte Länge eines Jahres zu berechnen. Natürlich gibt es auch ein Museum mit Modellen der Instrumente die er benutzte.

       

       

Die Nacht verbringen wir auf dem Campingplatz Tumiany wunderschön gelegen in einer Seenlandschaft.

 

Irgenwie sieht hier alles viel sauberer aus wie an der Küste.

Camping Tumiany, Berczewo Gmina: N 53°48.891′ E 20°47.557′

Der Oberländische Kanal 10.September

Oh Schreck, auf dem Campingplatz in Elbing sind ca.30 (!!!) deutsche Campingfahrzeuge auf Tour durch Polen bzw. Masuren. Und natürlich steigen die alle auch in das Boot der weissen Flotte zur Fahrt auf dem Oberländischen Kanal – genau wie wir! Der Oberländische Kanal ist 82km lang und der längste schiffbare Kanal Polens, der noch genutzt wird. Auf der gesamten Länge müssen fast 100m Höhenunterschied bewältigt werden, was durch ein einzigartiges System von Schiffsrampen erreicht wird. Die Boote werden auf Loren verladen und per Seil über schiefe Ebenen gezogen. Jede der geneigten Ebenen hat zwei Loren, die an einem gemeinsamen Zugseil hängen. Der Antrieb erfolgt ausschliesslich mittels Wasserkraft eines Schaufelrades. Die Kraft wird über die Seile von grossen Umlenkrädern weitergeleitet.

Urwaldartige Wälder ziehen während der ungewöhnlichen Fahrt zu beiden Seiten vorüber. Ein Naturparadies für Vögel, die man beobachten kann. Nur die Dame hinter uns mit dem Lexikonwissen und der “verbal diarrhea” stört unser Vergnügen etwas…. Wir entdecken einen tollen Stellplatz direkt neben dem Kanal, nach unserer Rückkehr fahren wir dorthin und beobachten das Spektakel aus nächster Nähe.

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Stellplatz Oberlandkanal: N 53°58.838′ E 19°37.155′

Elbing/Elblag 9. September

Genau wie Danzig war Elbing am Ende des 2. Weltkrieges bis auf die Grundmauern zerstört. Jahrzehntelang war die Stadt ein Trümmerberg; mit dem noch verwertbaren Baumaterial wurde Warschau wieder aufgebaut. Erst in den 90er Jahren interessierten sich Investoren für den Wiederaufbau. Unter Zuhilfenahme von historischen Dokumenten wurde mit der Rekonstruktion der historischen Gebäude begonnen. Die alten Häuser werden nicht 1:1 wieder aufgebaut sondern nur Grundriss und Charakter der alten Bauweisen werden vorgeschrieben. Bisher sind rund 1/3 der etwa 500 zerstörten Bürgerhäuser wieder entstanden, Jahr für Jahr kommen neue hinzu und die Baulücken werden kleiner. Auf diese Weise entstand eine moderne Altstadt mit schmalen Giebelhäusern und bunten Fassaden.

      

Campingplatz Elbing: N54°09.226′ E 10°23.625′

Danzig/Gdansk 7./8. September

Mit einer klapprigen Strassenbahn fahren wir vom Campingplatz in die Innenstadt, die mittelalterliche Rechtsstadt, von Danzig  - ein Meisterwerk polnischer Restaurationskunst. Als die einst so stolze Stadt im März 1945 zu 90% in Schutt und Asche lag, wurden historische Gemälde, alte Stiche und vergilbte Fotos für den Wiederaufbau herangezogen. Natürlich war nicht alles dokumentiert, sodass man bei der Rekonstruktion auch auf die Erinnerung von Zeitzeugen angewiesen war und einiges letztlich der Fantasie der kunstfertigen Baumeister überlassen blieb. So entstand auf diese Weise eine Art Idealbild des historischen Danzig.


Die Langgasse mit dem Langen Markt ist eine 500m lange Prachtmeile, in der dicht gedrängt prächtige Patrizierhäuser stehen. Dieser Weg vom Hohen Tor bis zum Grünen Tor wird auch der Königsweg genannt

                                   

Wir schlendern durch die Gassen, bewundern die Auslagen in den Bernsteingeschäften und erinnern uns an die “Blechtrommel” von Günter Grass. Vielleicht sollte man es nochmal lesen…Aber das war schon damals keine leichte Kost…Die Marienkirche, deren Turmfenster Oskars Stimme zum Platzen brachte, ist auch so einen Besuch wert, besonders die tolle astronomische Uhr von 1470. Das technische Meisterwerk ist 12m hoch und zeigt neben der Uhrzeit Tag, Monat und Jahr, die Mondphasen, die Kalenderheiligen mit Namenstagen sowie die Tierkreiszeichen an. Hoffentlich hab ich nichts vergessen…

                                

Bei Nieselregen fahren wir mit einem Ausflugsboot zur Westerplatte. Wir steigen nicht aus, bei Nieselregen macht ein Spaziergang keine Lust und das Monument, das an den Beginn des 2. Weltkriegs erinnert, sehen wir auch so. Hier eröffnete am 1. September 1939 das deutsche Kriegsschiff “Schleswig-Holstein” das Feuer auf den 182 Mann starken polnischen Armeeposten. Heute ziemlich unbegreiflich…

Nach der Rückkehr haben wir erst mal Hunger. Rainer findet doch tatsächlich das Restaurant, in dem wir vor 20 Jahren auch gegessen haben. “Pod Lososiem” (der Lachs) ist die erste Adresse in Kulinarischen Fragen in Danzig. Es sieht noch genauso aus wie damals – kein Wunder, bei einer 400 Jahre alten Tradition! Hier wurde das Danziger Goldwasser gebrannt, der Schnaps, in dem Blattgold schwimmt. Wahrscheinlich hat jeder Promi, der schon mal in Danzig war, in diesem Restaurant gegessen. Und wir jetzt auch – sogar schon zwei mal!- und das richtig gut!

                

Jochen macht sich auf den Weg nach Hause und wir fahren weiter Richtung Osten.

Beim Verlassen von Danzig (noch in der Stadt) treffen wir auf ein Wildschwein, es rennt auf den Schienen der Strassenbahn entlang!

Campingplatz Danzig: N 54°22.203′ E 18°43.780′

Leba 6. September

Das kleine Städtchen Leba ist Fischereihafen und belebtes Seebad zugleich. Soweit das Auge reicht – strahlend weisser riesiger Sandstrand.

Hier haben wir uns mit Jochen verabredet. Die Saison ist hier offensichtlich vorbei. Die meisten Buden und Restaurants sind geschlossen. Aber im Hafen haben wir Glück und bekommen ziemlich guten Fisch zu essen.

Campingplatz Leba: N 54°45.910′ E 17°34.227′

Rügenwalde/Darlowo 5. September

Rügenwalde ist Rainers Geburtsort. Allerdings gibt es das Geburtsregister erst ab 1945 wie wir auf Nachfragen im Rathaus erfahren.

Die ehemalige Hansestadt hat mehr zu bieten als die berühmte Rügenwalder Teewurst: Ein Schloss, in dem einst die pommerschen Herzöge und Erik der Wikinger residierten und einen gut erhaltenen Altstadtkern mit verwinkelten Gassen. Allzuviel hat sich seit unserem letzten Besuch vor ca. 20 Jahren allerdings nicht verändert – vielleicht ein bisschen frische Farbe und ein paar Telefonläden…

Das Schloss der Herzöge von Pommern ist mit seinem 24m hohen Turm das Wahrzeichen der Stadt.

               


In Rügenwaldemünde/Darlowko hat sich allerdings einiges geändert. Aus dem verschlafenen Fischernest ist ein Touristenort geworden mit den uns nun schon bekannten Polenmärkten. Wir sind ein bisschen enttäuscht, denn schöner ist es dadurch nicht geworden.
Wir finden auch kein schönes Plätzchen zum Übernachten und fahren auf einer schlimmen Schlaglochstrasse weiter die Küste entlang.
Stellplatz Jaroslwiec: N 54°31.328′ E 16°29.904′

Kolberg/Kolobrzeg 4. September

Mit dem Fahrrad fahren wir vom Campingplatz in die Stadt. Nette Stadt, allerdings fällt uns auch hier wieder die verhaltene Ästhetik ein…

Von der Innenstadt zum Strand: Schon hunderte Meter vom Strand entfernt gibt es rechts und links Zelte und Buden, die unglaublichen Schrott verkaufen. Und viele, viele Menschen, unglaubliches Getümmel, wir müssen unser Fahrrad schieben, es geht nicht anders.

Der Strand selbst hat den gleichen feinen weissen Sand wie auf der deutschen Seite – nur ist es viel voller! Vielleicht sind die Polen kälteunempfindlicher als die Deutschen!                 

Von der Insel Usedom nach Polen 3.September

Die Insel Usedom wird im Westen vom Peenestrom, im Osten von der Swine und im Norden von der Ostsee (Pommersche Bucht) begrenzt. Einst die “Badewanne Berlins” genannt, reihen sich auf Deutschlands zweitgrößer Insel die berühmten Seebäder wie die Perlen: die “Kaiserbäder” Ahlbeck, Heringsdorf und Basin, dazu Karlshagen, Trassenheide und Zinnowitz sowie die kleineren und ruhigeren Badeorte Koserow, Zempin, Loddin und Ückeritz. Zusammen kommen sie auf 40 Kilometer feinen, weißen Strand an der Ostsee und rund 2.000 Stunden Sonnenschein im Jahr. An einem in den Sandboden der Ostsee gerammten Pfeiler taucht eine Gondel in die Fluten der Ostsee . Von der Gondel aus kann man die Unterwasserwelt beobachten.

Doch heute geht es weiter nach Polen. Nach Swinemünde ist es nicht weit. Erster Schreck: hier gibt es ja garkeine Euro, hier muss man mit Zloty bezahlen! Und wir haben natürlich keine! Zweiter Schreck: Usedom ist ja eine Insel, man muss also mit der Fähre weiter nach Polen. Und das machen wir mit unserem Gefährt nicht so gerne, aber der Umweg ist doch zu weit.

Man merkt, man ist in einem anderen Land. Alles sieht einfacher und ein bisschen “vergammelter” aus. Bei unserer ersten Polenreise vor ca. 20 Jahren war das genau umgekehrt, von der DDR kommend sah hier alles sauber und gepflegt aus.

Der Campingplatz ist z.B. nur eine grosse Wiese, jeder stellt sich hin wo er möchte und die Sanitäreinrichtungen sind sehr einfach. Da sind wir doch froh über den Komfort in unserem Gefährt.

Peenemünde 2. September

Heute fahren wir nach Peenemünde. Für Rainer hat dieser Ort eine ganz besondere Bedeutung, denn sein Vater war während des Krieges hier.

Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen war die Errichtung der Versuchsanstalten und die spätere Massenproduktion der Rakete, die Goebbels zynisch “Vergeltungswaffe 2″ nannte, in so kurzer Zeit möglich.

Im Historisch-Technische Museum Peenemünde wird auf einer Ausstellungsfläche von 5.000 m² anhand von Dokumenten, Originalteilen, Zeitzeugeninterviews, Dokumentationsfilmen und Modellen im historischen Zusammenhang der Weg von den Träumen der ersten Raketenpioniere über zivile Raumfahrt bis zur systematischen Entwicklung der ersten militärischen Großrakete in Peenemünde und deren Serienproduktion und Kriegseinsatz dargestellt.

Mit dem Fahrrad nach Wolgast 1. September

RadfahrerFahrradfahren auf der Insel – das macht richtig Spass. Der Radfahrer kann nahezu alle Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Usedoms mit dem Fahrrad erkunden.  Heute haben wir uns Wolgast ausgesucht,das sich das Tor zur Insel Usedom nennt. Die Stadt liegt nahe der Mündung des Peenestroms und direkt gegenüber der Insel Usedom. Beim Bummel durch das Städtchen fällt uns wieder der Spruch von der “verhaltenen Ästhetik ein! Heute ist Markt vor dem alten Rathaus, uns erinnert er doch sehr an den Markt in Arusha!

Die WolgasterKirche  St. Petri gehört mit zu den wichtigsten Zeugnissen der Backsteingotik im Ostseeraum.

St. Petri                                                        

Mit einem Ausflugsschiff machen wir eine kleine Schiffsreise bis ins Achterwasser, das ist das Haffgewässer hinter der Insel. Leider bei Nieselregen und mit Heino-Berieselung – und das zwei Stunden lang.

Über Anklam zur Insel Usedom 30./31. 8. 2011

Kreuz und quer fahren wir über die Mecklenburger Seenplatte, aber es ist ziemlich enttäuschend. Durch Wälder, Alleen, an Feldern entlang – Wasser sieht man nur sehr selten :( . Vielleicht fahren wir auch nur auf den falschen Strassen  …

Die Speisekarten haben uns auch nicht angemacht und so fahren wir schliesslich bis zur Hansestadt Anklam, die lt. unserem Reiseführer ein “verhalten ästhetisches Stadtbild” hat, d.h. die historischen Baudenkmäler stehen inmitten lieblos zweckdienlicher Nachkriegsarchitektur. Dafür macht die Theaterprobe am Peene-Ufer gegenüber unserem Stellplatz einen recht modernen Eindruck, auch wenn das Schild am Eingang zu vorher Gesagtem passt.

Über die kleine Hafenstadt Usedom fahren wir zur Insel Usedom. In Trassenheide finden wir einen schönen Campingplatz im Wald hinterm Strand.

Stellplatz Anklam: N 53°51’36” E 13°41’24”

Campingplatz Trassenheide: N 54°05’28” E 13°53’13”

weiter Richtung Norden 26.-29.August

Die Barbarossa-Höhle  schenken wir uns, diese Geschichte ist nun doch zu blöd. In Tangermünde kennen wir einen tollen Stellplatz an der Elbe. Die Hansestadt Tangermünde liegt am linken Ufer der Elbe direkt an der Mündung des Tangers in die Elbe, woher auch der Name Tangermünde stammt. Backsteingotik gibt es hier überall, die Altstadt ist gut erhalten.

Leider ist unser toller Stellplatz knallvoll, deshalb bleiben wir nur eine Nacht. Die Fahrt durch das Biosphären Reservat Flusslandschaft Elbe (was für ein Name!) gefällt uns sehr gut. Und der Platz in Neu Kaliss ist dieses Mal mehr nach unserem Geschmack. Wiese rings um uns herum und fast allein. Und ein kleines Gasthaus gibt es auch. Der Platz liegt hinter der alten Wassermühle mit dem originellen Namen “Findenwirunshier”.

Und als uns dann auch noch eine Kutsche besucht ist alles perfekt.

Nächstes Ziel ist Schwerin, die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Das Schweriner Schloss liegt auf der Schlossinsel im Stadtzentrum.  Es war für lange Zeit Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge. Sicher kommen wir nochmal hierher um es ausgiebig zu besichtigen. Für heute genügt ein Rundgang und ein Bummel durch die Altstadt, denn wir schaffen es gerade noch vor dem Regen in eine Kneipe zum Mittagessen.

Zum Übernachten fahren wir auf die Mecklenburger Seenplatte an den Kummerower See. Gegen Abend kommt sogar noch ein bisschen die Sonne heraus, aber es ist knackig kalt.

Stellplatz Tangermünde: N 52°32.254′ E 11°58.057′

Stellplatz NeuKaliss: N 53°10’43” E 11°17’55”

Stellplatz Kummerow: N 53°46’19” E 12°50’10”

Durch die Mitte Deutschlands (25.-26.August 2011)

Erstes Ziel: Der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, ein Urwald mitten in Deutschland, dem wir aufs Dach steigen. In 30-40m Höhe erlebt man ein ganz neues Waldgefühl.

    

                                                An Bad Langensalza sollte man auf keinen Fall vorbeifahren, ein hübsches Fachwerk- und Jugendstil-Städtchen. Es gehörte einst zu Preussen deshalb wurde hier mit preußischem Mass gemessen, das sieht man heute noch in Stein gemeißelt an der Rathausfront.

Der Kyffhäuser ist ein Mittelgebirge südöstlich des Harzes. Im Nordosten davon befindet sich die Reichsburg Kyffhausen. Gleich daneben wurde Ende des 19. Jahrhunderts das Kyffhäuser-Denkmal u Ehren Kaiser Wilhelm l. errichtet. Hier erledigen wir unseren Sport für heute, denn es führen viele, viele Treppen hinauf zu der Monstrosität.

Und dann kann man auch noch innen hochsteigen. Am schönsten ist der Ausblick von oben.

Der Sage nach schläft in einer Höhle des Kyffhäuserbergs der Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, mitsamt seinen Getreuen, um eines Tages zu erwachen, das Reich zu retten. Während er schläft, wächst sein Bart um einen Steintisch. Bis jetzt reicht er zweimal herum und wenn die dritte Runde beendet ist, beginnt das Ende der Welt.

Stellplatz Baumkronenpfad: N 51°4.843′ E 10°31.074′

Stellplatz Kyffhäuser Denkmal: N 51°24.733′ E 11°6.516′

 

Graue Zellen at work

Moderne Zeiten haben angefangen. Aus der Website wird ein Blog! Ich weiss zwar noch nicht genau wie’s funktioniert aber meine grauen Zellen arbeiten…