Chateau d’Angers ,eine königliche Festung

2. Oktober

Unverwechselbar sind die schwarz-weiss gestreiften Festungsmauern aus Schiefer und Tuffstein, die mächtigste Festung, die je ein französischer König für seine Lehensmänner errichten liess. In ungewöhnlich kurzen Abständen säumen 17 Rundtürme einen etwa 500m langen Mauerring.

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Die fünfeckige Anlage hat zwei  Tore mit Zugbrücken und Fallgittern.

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Die ursprünglich mit kegelförmigen Schieferdächern bedeckten Türme wurden während der Religionskriege geköpft und in Plattformen für die Artillerie umgewandelt. Der einzige Turm, der noch in seiner ursprünglichen Höhe von 40m erhalten ist, ist der Mühlenturm. Von ihm kann man auf den Vorort Doutre schauen.

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Vom Wehrgang auf den Festungsmauern hat man einen guten Blick über die Stadt zur Kathedrale.

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Innerhalb der Festung gibt es einen getrennten privaten Wohn-und Verwaltungsbereich.

Das Chatelet stellt das Eingangstor zum herrschaftlichen Hof dar, von dem man zum königlichen Wohnhaus und zur Kapelle kommt.

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Die Galerie der Apokalypse:  Der Wandteppich Zyklus der Apokalypse von Angers beeindruckt mit seinen Maßen von 103 Metern Länge und 4,5 Metern Höhe. Ursprünglich war das Werk noch imposanter: jedes seiner sechs Elemente war 6 Meter hoch und über 23 Meter lang, was eine Gesamtlänge von über 140 Metern ergab. Es ist der größte Wandteppich, der jemals in Europa gewebt wurde. Angefertigt wurde er zwischen 1373 und 1382. In der Barockzeit ging der Sinn für diese Kostbarkeit verloren. 1782 wurden sie zum Verkauf angeboten. Während der Französischen Revolution zerschnitt man sie und benutzte sie als Decken, Bettvorleger oder Abdeckplanen, um Orangenbäume im Winter vor der Kälte zu schützen. 1843 erwarb der Bischof von Angers einen großen Teil der Teppichfragmente zurück, andere fanden sich nach hartnäckigem Suchen. Trotzdem blieb etwa ein Drittel der Szenen für immer verloren. Die ursprünglich leuchtenden Farben sind noch auf der Rückseite zu sehen. Die Vorderseiten sind deutlich blasser geworden, daher auch die heutigen Maßnahmen gegen zu viel Licht. Das Gebäude, in dem sich der Teppichzyklus heute befindet, ist 1953–1954 extra für diesen Zweck errichtet worden.

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