Die Insel Saaremaa

Nach der schwedischen Insel Gotland ist Saaremaa die zweitgrößte Insel der Ostsee. Sie ist mit der Insel Muhu mittels eines Damms verbunden, der schon seit etwa 1900 exisistiert. Nach Muhu kommen wir mit der Fähre, dann geht es über den Damm nach Saaremaa. Gleich rechts ist ein kleiner Hafen als Stellplatz beschrieben. Die Gaststätte ist geschlossen, es gibt hier nichts mehr. Ein paar Boote dümpeln im kleinen Hafen. Na gut, der Stromstecker ist benutzbar, so wird es uns wenigstens nicht kalt.

Was für Weicheier wir Mitteleuropäer doch sind, erleben wir am Abend. Die Dorfjugend trifft sich hier zum Schwimmen. Am Morgen kommen ein paar Erwachsene und erfrischen sich in der Ostsee. Wir haben im Internet nachgesehen: Das Ostseewasser hat hier 10°!

Der Wind vertreibt die Wolken und wir erleben einen herrlichen Sonnenuntergang um 22.00.

So sieht es von unserem Wohnmobil aus:

Ursprünglich hatte jedes Dorf auf Saaremaa einen Mühlenberg mit mehreren Windmühlen. Es waren mehr als 800 Mühlen in Betrieb. Einzelne gibt es noch auf der Insel. Hier in Angla sind noch mehrere voll funktionstüchtig erhalten.

Neben den Windmühlen gibt es ein Museum mit einem Sammelsurium von Drehbänken, Nähmaschinen und vieles mehr.

Kuressaare ist der Hauptort der Insel. Hier gibt es eine stark befestigte Burganlage des Deuschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, die immer wieder erweitert wurde.

Die Sage erzählt von dem Riesen Tröll und seiner Frau Pirit, die warmherzig, fleissig und gerecht waren, „wie Inselbewohner eben sind“.

Wie es sich für ein Kurbad gehört, gibt es schöne Häuser in Kuressaare.

Die Halbinsel Sörve reicht weit ins Meer hinein nach Süden. Zum Kap Kolka in Lettland, wo wir vor wenigen Tagen waren, sind es nur 25km.

Die Halbinsel war schon immer von strategisch-militärischer Bedeutung und in beiden Weltkriegen hart umkämpft. Dieses Denkmal erinnert an die Schlacht 1944 zwischen Deutschen und Russen.

Mitten im Wald von Kaali findet man einen kreisrunden Tümpel von einem mehrere Meter hohen Erdwall umgeben. Es handelt sich um die Einschlagstelle eines Meteoriten. Der Krater von Kaali ist der achtgrößte Meteoritenkrater der Welt. In der näheren Umgebung des Hauptkraters gibt es acht weitere Krater, die durch Bruchstücke entstanden sind. Man vermutet, daß der Einschlag  im Zeitraum von vor 3000 bis 7000 Jahren stattgefunden haben könnte, genau geklärt ist es bisher noch nicht. Der größte Brocken verursachte ein Loch von 110 m Durchmesser und 22m Tiefe. Er hatte eine Masse von etwa 46 Tonnen und einen Durchmesser von 3-6 Metern.

Neben Löwenzahnfeldern gibt es hier auch Wiesen mit Schlüsselblumen.

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Ein Gedanke zu “Die Insel Saaremaa

  1. Very nice photos; we visited Gotland when we vacationed in Sweden a few years ago; we even rented a wreck (a Volvo Station Wagon that was many years past its prime) to see the other side of the island and when the ferry was ready to leave we discovered that there was more to see near the port but didn’t have the time.

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